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Kritik Roman Shortstory Essay Gedicht Kurzprosa
Das verlorene Drachenliedvon Marcel Nebeling08.5.04
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DAS VERLORENE DRACHENLIED




Der Wind zog an seinen Kleidern, riss und zerrte, bis er beinahe das Gleichgewicht verlor, Gefahr lief sein Leben in den tiefen Schluchten zu verlieren, die unter ihm im Chaos aus Weiß und Grau leuchteten. Das Gesicht eine verhärtete Miene der Anstrengung, schaffte er es, sich gegen den Wind zu stemmen und die letzten Meter zum Gipfel empor zu steigen. Die Haare wehten ihm ins Gesicht, wurden von Schnee gezuckert, während die Kälte sich an seiner bloßen Haut labte.

Er hatte es geschafft, der Berg war bezwungen.

Das Eistal lag ihm zu Füßen und er wusste, er war bereit. So lange hatte er auf diesen Augenblick gewartet, hatte geplant und gehofft. In dieser Eiswüste würde er den Drachen finden, der ihm zum Jäger machte, der ihm Ruhm und Ehre bescherte und die Herzen der Frauen aufschloss.

Der Abstieg war beschwerlicher, als er geglaubt hatte. Das Schwert blitzte im gleißenden Licht der Sonne, die hier oben gnadenlos auf ihn herab brannte und dennoch nicht stark genug war, das Eis zu schmelzen, dieses Gebirge in einen See mit spitzen Inseln zu verwandeln. Er hetzte, sprang manchmal halsbrecherisch nahe am Abgrund. Das Herz in seiner Brust schlug voller Eifer und das Leben pulsierte in ihm, wie nie zuvor.

Jarin war bereit Großes zu vollbringen. Er erinnerte sich noch genau daran, wie dieses Abenteuer begonnen hatte, an den Eid, der ihm zum Jäger machte und wie er die Segnung des Königs erhalten hatte für sein Land den letzten Drachen zu erlegen. Anfangs verstand er nicht, warum es so wichtig war einen Drachen in den Eisregionen des Reiches zu jagen, wo das Land nur von Einsamkeit und Kälte regiert wurde. Doch nach und nach entbrannte die Abenteuerlust und er hatte nicht vor seinen Vater zu enttäuschen. In den Augen seines Alten hatte er große Freude lesen können, als er zum Königsjäger ernannt wurde.

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