LEX: Ich spüre in Euch große Angst.
Erzählt mir doch, was los mit Dir?
Celine: Mein lieber Lex, warum Ihr bangt?
In Euren Worten Ungetier.
LEX: Ungetier sagt Ihr Celine. Aus meinem Munde, nimmernicht.
Celine: In Eurer Brust die Wahrheit brennt, doch aus der Kehle, - Glimmerlicht
LEX: Welch Unterstellung auf mir lastet?.
Wer hat Euch dies ins herz getan?
Celine: Ich kenne was nun in Euch rastet.
Wirst bald verrückt, Gerüchtewahn.
Na, verstehst du was ich meine?
Warum es mir so schlecht ergeht?
Warum ich jede Nacht nur weine?
Warum den Tod ich mir erfleht?
LEX: Den Tod? - Oh nein ich bitte Dich
Versteh nun was dein Herz bedrückt.
Gespaltne Zunge, einst von mir wich,
Erst jetzt mir dies vors Auge rückt.
Ich bitte Dich, verzeih dem Narr,
der dir jetzt gegenüber ist.
Werd auch gespaltner Zungenschaar,
zeigen diese kleine List.
Celine: Ach glaubst du nicht es ist zu spät?
Die Lügen gleich dem Leichentuch.
Zuviel Hass ist schon gesät,
zu groß ist schon der Höllenfluch.
LEX: So gib nicht auf oh teures Weib
Zwei stehen schon auf deiner Seite.
Mein Herze, - so auch wie mein Leib,
der vom Truge sich befreite.
Celine: Hab Dank hab Dank mein teurer Freund,
Nun doch am Horizont ein Licht.
Aus bitter wogen Hoffnung schäumt,
den Damm des Frustes in mir bricht.
LEX: Der Dank doch eher in mir steht,
hast die Blindheit mir genommen.
Der Wahrheit frische Brise weht,
Gerechtigkeit sei dir gesonnen.
Nun zieh ich los, auf stolzem Rosse,
um zu berichten wahres Wort.
Ob Adelshof, ob Bettlers Gosse,
werd’s verkünden, jedem Ort.
Celine: Habt bewahrt mir meinen Tod
wer es niemals Euch vergessen.
Befreit mein Herze aus der Not,
mag eure Lippen noch erpressen.
LEX: Erpressen wollt ihr meine Lippen?
Celine: Ja um einen dankend Kuss.
LEX: Dann lass ich mich nicht länger bitten.
Und geb mich hin dem Leibgenuss. |